Pfadfinderinnen und Pfadfinder Sta. Maria und St. Georg Vaduz

Kontaktdaten

Pfadfinderinnen und Pfadfinder „Sta. Maria und St. Georg“ Vaduz
www.pfadivaduz.li
AL: Raphaele Ospelt und Julia Mayer

Vorstellung

31. Mai 1932: In Vaduz wird die Knaben-Abteilung St. Georg gegründet, als zweite Pfadfindergruppe in Liechtenstein; ein Jahr zuvor wurde die Pfadfindergruppe in Schaan gegründet. Erster Abteilungsleiter in Vaduz ist Carl von Vogelsang; die ebenfalls 1932 gegründete Mädchen-Abteilung Sta. Maria in Vaduz wird von Adele Seger geführt.

1940 und 1941: Bei zwei Arbeitslagern im Malbun helfen die Vaduzer Pfadfinder mit, Weideflächen von Steinen und Geröll zu reinigen.

1942: Der erste Unterhaltungsabend der Vaduzer Pfadfinder wird im Vaduzer Rathaussaal durchgeführt.

1945: Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lancieren die Vaduzer Pfadfinderinnen und Bienle eine Babykisten-Aktion für kriegsgeschädigte Kinder in Österreich. Die Eltern dieser Kleinkinder werden mit notwendigen Kleinigkeiten beschenkt, wie Windeln, Kleider oder etwa einem Bettchen. Die Geschenke werden dankbar angenommen.

1947: Südlich von Schloss Vaduz findet ein Landespfingstlager statt.

1947: Als zweite Knaben-Abteilung wird in Vaduz die Gruppe St. Michael gegründet. Sie wird von Frater Aribert Kalbermatten, einem Lehrer des Collegiums Marianum (des späteren Liechtensteinischen Gymnasiums) geleitet.

1948: Die Pfadfinderschaft St. Georg ist mit 82 Mitgliedern die zweitgrösste Pfadfinderabteilung Liechtensteins. Die grösste Gruppe ist mit 116 Mitgliedern in Schaan, die Drittgrösste mit 56 Mitgliedern ist in Mauren. Die Vaduzer Pfadfinderabteilung St. Michael zählt 12 Mitglieder.

1949: Das erste Sommerlager der Vaduzer Pfadfinder im Obergoms (Wallis) findet statt. Damit wird eine langjährige Tradition begründet. Die Pfadfinder wählen das Oberwallis auch später mehrmals als Ort ihres Sommerlagers, und zwar 1954, 1961, 1969, 1970, 174 und 1979. Die Pfadfinderinnen gestalten ihr Sommerlager im Oberwallis in den Jahren 1970, 1974 und 1987.

1950: Im Waldhotel in Vaduz findet der erste Roverball statt. Die Vaduzer Rover organisieren diesen festlichen Abend auch in den Folgejahren bis 1955. Von 1956 bis 1969 organisieren die Vaduzer Pfadfinderinnen und Pfadfinder dann jeweils einen Unterhaltungsabend.

1951: Die Vaduzer Pfadfinderinnen und Pfadfinder errichten das erste Bergkreuz auf dem Sareiserjoch.

1952: Die Pfadfinder aus Vaduz gestalten ihr Sommerlager im Ötztal in Tirol. Auch in den Jahren 1953, 1956, 1958, 1971 sowie 1972 finden die Sommerlager im Ötztal statt.

1953: Die Vaduzer Pfadfinderabteilungen helfen mit bei der Betreuung von 120 invaliden Pfadfindern, die als Gäste in Vaduz weilen.

1954: Im Winter ereignet sich ein schweres Lawinenunglück in Vorarlberg mit zahlreichen Toten. Die Vaduzer Pfadfinderinnen und Pfadfinder führen auf Weihnachten eine Hilfsaktion durch, die der durch das Unglück am stärksten betroffenen Gemeinde Blons (im Grossen Walsertal) zugute kommt.

1955: Die Vaduzer Pfadfinderinnen-Abteilung Sta. Maria ist mit 40 Pfadfinderinnen, 30 Bienle sowie 12 Rangern und Leiterinnen die grösste Mädchen-Abteilung in Liechtenstein.

Zwischen 1953 und 1957 ist die zweite Vaduzer Knaben-Abteilung St. Michael nicht aktiv.

1957: Das Jugendheim Pradamee wird eröffnet. Hier finden seither regelmässig die Winterlager der Vaduzer Pfadfinder, Bienle und Wölfle statt.

1957: Das 25-Jahr-Jubiläum der Pfadfinderschaft Vaduz wird gefeiert. Aus diesem Anlass wird bei der Letzi – unterhalb des heutigen Pfadfinderheims – ein Bildstöcklein errichtet, das 1958 eingeweiht wird.

1959: Ranger und Rover organisieren den ersten von mehreren Tanzabenden im Waldhotel in Vaduz.

1960: Die beiden Knaben-Abteilungen St. Georg und St. Michael fusionieren. Die fusionierte Abteilung wird Pfadfinderschaft St. Georg genannt.

1966: Da das Rheinberger-Haus in Vaduz zu einer Musikschule umgebaut wird, verlieren die Vaduzer Pfadfinder ihr bisheriges Heim. Eine Baracke am westlichen Ende der Kirchstrasse – «Hölzle» genannt – wird zum neuen Pfadfinderheim. Auch die Pfadfinderinnen haben zu dieser Zeit keine befriedigende Heimsituation und müssen sich mit Provisorien zufrieden geben.

1969–1971: Vaduzer Ranger engagieren sich für die Einführung des Frauenstimmrechts. Zugleich erleben die Pfadfinder im Zuge der 1968er Bewegung eine Krise und zugleich einen Neuanfang.

1972: Durch zahlreiche Lager im Oberwallis mit der dortigen Bevölkerung eng verbunden, engagieren sich die Pfadfinderinnen und Pfadfinder beim Hilfsprojekt «Vaduz hilft Selkingen». Ein heftiges Unwetter hat im Oberwallis Zerstörung und Verwüstung angerichtet.

1974: Die Vaduzer Pfadfinder organisieren einen Jugendmaskenball im neu eröffneten Vaduzer Freizeitzentrum. Die Vaduzer Pfadfinder beginnen mit dem Altpapier-Sammeln in der Gemeinde.

1975: Die Pfadfinder ziehen vom «Hölzle» in neue Räumlichkeiten im Vaduzer Freizeitzentrum um.

1977: Das neue Pfadfinderheim bei der Letzi wird im März eingeweiht. Vaduzer Rover und Pfadfinder haben bei Bau- und Einrichtungsarbeiten mitgeholfen.

1978: Erstmals bauen die Vaduzer Pfadfinder für ihr Sommerlager ein grosses Floss, das von leeren Ölfässern getragen und von einem Kleinmotor angetrieben wird. Das Lager findet in Nuolen am Oberen Zürichsee statt.

1980: Die Pfadfinder verbringen ihr zweiwöchiges Sommerlager in Waltensburg/Vuorz. Die Pfadfinderinnen stossen in der Woche dazu. Damit beginnt die Tradition, dass Mädchen und Knaben ihr Sommerlager gemeinsam durchführen. Diese Tradition wird lediglich 1987 für einmal unterbrochen. Waltensburg/Vuorz wird auch in späteren Jahren noch gerne als Lagerort gewählt.

1981: Die Vaduzer Pfadfinder organisieren ein Strassentheater mit Aufführungen in Vaduz, Eschen und Schellenberg.

1982: Anlässlich des 50-Jahr-Jubiäums der Pfadfinderschaft Vaduz wird das alte Bergkreuz auf dem Sareiserjoch durch ein neues Kreuz ersetzt. Die Rover helfen bei der Aufrichtung des neuen Bergkreuzes mit; auf den 6. November 1982 laden die Pfadi Vaduz zu einem grossen Unterhaltungsabend in den Vaduzer Saal ein.

1984: Im Sommerlager in Splügen wird erstmals ein dreitägiger Hike durchgeführt.

1985: Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder lagern erstmals im Tessin, auf einem Platz in der Nähe der Maggia. Weitere Sommerlager auf diesem Platz finden 1988 (zusammen mit der Abteilung Schaan/Planken) sowie 1993 statt; seit 1985 werden die Altpapier-Sammlungen jeweils regelmässig am ersten Samstag im Monat durchgeführt. Sie sind zu einer wichtigen Einnahmequelle der Pfadi Vaduz geworden.

1990: Erstmals verbringen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder ein Sommerlager in Gnas (in der Steiermark). Weitere Lager an diesem Ort folgen 1995, 2000 und 2005. Seit den 1990er Jahre finden die Sommerlager der Vaduzer Pfadfinderschaft nicht nur in der Schweiz, sondern vermehrt auch in Österreich sowie in Süddeutschland statt.

1992: Die Vaduzer Pfadfinderinnen und Pfadfinder fusionieren zu einer Abteilung. Bis ins Jahr 2000 stellen die Knaben den Abteilungsleiter, die Mädchen die stellvertretende Abteilungsleiterin.

1997: Die 150. Altpapier-Sammlung wird durchgeführt.

2000: Die Pfadfinderschaft Vaduz wird neu organisiert. Es wird ein Abteilungsrat geschaffen, der neu die Leitungsfunktion übernimmt. Je ein Mitglied des Abteilungsrats wird Abteilungsleiter (Abteilungsleiterin) sowie dessen (deren) Stellvertretung. Der neu gewählte Abteilungsrat lanciert das abteilungsinterne Mitteilungsblatt «Hoi Du» und schafft mit dem Spanferkelfest eine neue Tradition. Das Spanferkelfest findet die folgenden Jahre jeweils nach den Sommerferien statt. Es ist zu einem beliebten Treffpunkt zwischen Alt und Jung geworden.

2002: Auf dem Areal der ehemaligen Spoerry-Fabrik wird ein neues Pfadfinderheim eingerichtet. Währenddem das bisherige Heim in der Letzi weiterhin den Pfadfinderinnen und Pfadfindern zur Verfügung steht, dient das neue Spoerry-Heim vor allem den Bienle und Wölfle. Zudem findet in der Spoerry auch das Archiv der Pfadi Vaduz einen neuen Platz; ebenfalls im Jahr 2002 organisiert die Abteilung Vaduz erstmals die Pionier-Sägessa.

2003: Die Pfadfinderabteilung Vaduz nimmt erstmals am Spiel- und Sporttag der Gemeinde Vaduz teil. Die Pfadi Vaduz bieten die Möglichkeit zum Backen von Schlangenbrot auf offenem Feuer, was gerne genutzt wird.

2007: Die Vaduzer Pfadfinderschaft begeht ihren 75. Geburtstag mit mehreren Anlässen. So wird im Juni eine besinnliche Feier beim Gipfelkreuz auf dem Sareiserjoch abgehalten, im Juli folgt ein gemeinsames Sommerlager in Koblach (Vorarlberg) und am 25. August steigt ein grosses Abteilungsfest; ausserdem gibt es am 31. Mai – dem 75. Geburtstag – einen Festvortrag im Rathaussaal mit anschliessenden Apéro, und schliesslich wird anfangs Dezember im Ballenlager der ehemaligen Spoerry-Fabrik das Jubiläumsbuch «75 Jahre Pfadfinderinnen und Pfadfinder Vaduz 1932–2007» präsentiert.

Im erwähnten, reich illustrierten Jubiläumsbuch kann vieles zu diesen und zu zahlreichen weiteren Aktivitäten der Pfadi Vaduz nachgelesen werden.

Spezielle Traditionen

Einzige Abteilung in Liechtenstein welche jedes Jahr in der 1. und 2. Stufe ein Winterlager in Malbun durchführt.
Jährlich am Staatsfeiertag auf der Schlosswiese mit einer Gastabteilung vertreten.
Vermietung des alten Jugendheimes Pradamee in Malbun.